Südamerika - In der Kürze liegt die Würze

Südamerikareise: Buenos Aires und Rio de Janeiro plus Iguazu Wasserfälle - kurz und intensiv. Um mir einen aktuellen Überblick über die touristische Situation in Argentinien und Brasilien zu machen, folgte ich der Einladung von Studiosus Reisen und besuchte Buenos Aires, Iguazu und Rio de Janeiro.


Der Herbst (April/Mai) in Buenos Aires zeigte sich von seiner besten Seite mit angenehmen Temperaturen um 20°C und ohne Regen. Die riesige Stadt mit seinen fast drei Millionen Einwohnern fühlte sich ruhig und entspannt an. Das Stadtviertel Palermo Soho begeisterte mich mit tollen Wandgraffitis, das Viertel Puerto Madero mit modernen Wolkenkratzern und der Speicherstadt.

Mein Tipp: Im Hotel Alvear Icon zum Sonnenuntergang in die Crystal Bar im 31. Stock und einen Sundowner trinken. Danach in einem der tollen Restaurants ein typisch argentinisches Steak essen, bevor man sich eine Tango Show im Stadtteil San Telmo anschaut.

Doch Buenos Aires zeigte sich auch von seiner wahren, politisch angeschlagenen Seite. Und so erlebten wir während einer friedlichen Demonstration, die lahmgelegte Grossstadt, die um weitere Entwertung ihrer Währung kämpft und auf eine bessere Politik und stabilere Zukunft hofft. Der Brotpreis legte in den letzten Monaten um mehr als 300% zu, Speiseöl sogar um 400%.


Weiter ging es vom Nationalen Flughafen Aeroparque Jorge Newbery am Rio de la Plata in 90 Minuten Flug nach Iguazu (Argentinische Seite).

Mein Tipp: Wer rechts im Flugzeug sitzt, kann die Gischt der Wasserfälle schon beim Anflug sehen.


Nur wenige Stunden reichen aus, um einen Eindruck der Fälle von der argentinischen Seite zu gewinnen. Ein grosser Vorteil eines Besuchs in dieser Jahres- und Tageszeit (nachmittags um 14 Uhr) war, dass sich nur noch wenige Leute im Nationalpark aufhielten und es so recht entspannt und angenehm war, die Wasserfälle aus nächster Nähe zu sehen. Nach Sonnenuntergang ging es bereits weiter über die Grenze (etwas zeitaufwändig aber unkompliziert) nach Brasilien.

Am nächsten Tag besuchten wir gleich morgens die Wasserfälle auf der brasilianischen Seite. Hier sagte man uns, dass es in der Hochsaison und an Feiertagen schon mal zwischen 10'000 und 15'000 Besucher haben kann. Jetzt im Herbst waren es rund 2'000 Besucher. Auch hier sind die Wasserfälle sehr eindrücklich und es lohnt sich, wirklich beide Seiten, die argentinische und brasilianische, zu besuchen.

Mein Tipp: Wer das Reisebudget dazu hat, dem empfehle ich auf jeden Fall, zwei bis drei Nächte im Belmond Hotel Das Cataratas***** zu verbringen. Die Atmosphäre ist wunderbar. Aber auch der Zugang zu den Wasserfällen rund um die Uhr ist ein angenehmer Nebeneffekt.



Unser letztes Reiseziel: Rio de Janeiro!


Abends trafen wir in dieser Megastadt, die immer in Bewegung zu sein scheint, ein. Unser Hotel an der Copacabana lag perfekt für den Aufenthalt am Strand oder auch für die spontanen Besuche in einer Strandbar.

Mit dem "Trem do Corcovado" gings am nächsten Morgen hoch hinaus und wir genossen den unglaublichen Rundblick von oben auf diese traumhafte Stadt an der Guanabara Bucht. Natürlich waren wir nicht die Einzigen, die die Christusstatue "Cristo Redentor" sehen wollten. Es lohnt sich deshalb auf jeden Fall, diesen Ausflug morgens einzuplanen. Weiter ging es zum neuen Hafenviertel "Porto Maravilha". Diese Gegen lässt sich sehen und wurde extra für die Olympischen Spiele hergerichtet, es gibt rundherum einiges zu entdecken. Vorbei am "Sambódromo" (der Carneval Arena), an Favelas und an Stränden ging es zum ungewohnten Bau des "Museo de Arte Contemporanea de Niteroi" von Oskar Niemeyer. Die umliegenden Strände hier sind ebenfalls sehr hübsch.


Natürlich durfte auch ein Ausflug zum Zuckerhut dem "Pão de Acúar" nicht fehlen. Die zwei Fahrten mit der Gondel sind kurz aber dennoch ein Erlebnis. Oben angekommen, gibt es verschiedene Restaurants und Cafés, so dass es sich durchaus lohnt, hier ein Päuschen zu machen und einfach die Aussicht zu geniessen.

Mein Tipp: Die Seilbahn fährt täglich um 22 Uhr, kommen Sie zum Sonnenuntergang! Und danach in die "Churrascaria Palace an der Copacabana".


Weiter sollte man sich die Metropolitan Kathedrale anschauen und in der Gegend gleich noch einen Abstecher zur Selarón Treppe unternehmen. Die Tramstation der Strassenbahn "Bondes" liegt ebenfalls ganz in der Nähe und lädt zu einer gemütlichen 50-minütigen Fahrt ein.

Tipp: Wer gerne in einem Boutique Hotel wohnt, dem empfehle ich das Santa Teresa Hotel***** in den Hügeln des gleichnamigen Viertels.


Südamerika, überraschend vielseitig, riesig gross und so vielfältig - ich komme wieder!

"Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste - Zitat Susan Sontag".


Lena Kroll - April/Mai 2019


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