Eine Reise quer durch die Schweiz

Dieses Jahr ist wegen Corona ja bekanntlich alles etwas anders. Eigentlich hätten wir im Juni unsere Hochzeitsreise nach Kanada angetreten und drei Wochen dort verbracht. Doch es kam anders... die Grenze blieb zu, die Flüge waren annulliert und so entschieden wir uns, die insgesamt vier Wochen in der schönen Schweiz zu verbringen.

Wir teilten unsere Ferien in drei Teile auf. Ein paar Tage verbrachten wir zuhause, um Haus und Garten auf Vordermann zu bringen. Leider machte uns da das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Etwas mehr als eine Woche verbrachten wir in unserem Wohnwagen am Bodensee. Und eine weitere Woche durften wir das Wohnmobil unseres Schwiegervaters und seiner Frau ausleihen und waren damit unterwegs. Doch alles der Reihe nach...


Teil 1 – Ferien im Wohnwagen am Bodensee

Bereits seit einigen Jahren haben wir das Glück, dass meine Mutter einen Wohnwagen am Bodensee besitzt. Ideal für eine kleinere oder grössere Auszeit. Als wir wussten, dass wir unsere Ferien in der Schweiz verbringen werden, war somit schnell klar, dass auch ein paar Tage im Wohnwagen nicht fehlen dürfen. Zu sehen und erleben gibt es hier einiges. Sei es einen Schwumm im kühlen Bodensee, eine Schifffahrt auf dem Untersee und Rhein bis nach Schaffhausen, ein Ausflug auf die Insel Mainau (Achtung: Während Corona muss vorgängig online ein Eintrittsticket für die gewünschte Uhrzeit bezogen werden) oder ein Ausflug nach Konstanz. Aber natürlich waren wir auch etwas aktiver unterwegs. So besuchten wir zum Beispiel den Klangweg im Toggenburg -– ein Erlebnis für Gross und Klein. Ein besonderes Highlight war zudem ein Ausflug nach Appenzell, wir spazierten durch die Altstadt, besuchten die bekannte Brauerei Locher (Appenzeller Bier) und die Appenzeller Schaukäserei in Stein. Die Region kann ich allen nur empfehlen. Nicht überlaufen von Touristen, Natur und Kultur und wunderschöne Orte. Hier muss man sich einfach wohl fühlen. Und da wir schon bei lokalen Spezialitäten waren, standen natürlich auch ein Besuch im Kägi Shop in Lichtensteig, der Flauderei in Appenzell und vom Maestranis Chocolarium in Flawil an. Wir hatten also ein volles Programm, konnten die Ferien aber trotzdem in vollen Zügen geniessen.


Nach einem Zwischenstopp zuhause, mit Zeit zum Waschen, putzen und neu packen, ging es auf den zweiten Teil unserer Reise durch die Schweiz.


Teil 2 – Ferien mit dem Wohnmobil

Während einer Woche waren wir per Wohnmobil unterwegs. Ferien im Wohnwagen waren wir uns ja bereits gewöhnt, aber mit einem Wohnmobil waren wir das erste Mal (und bestimmt nicht das letzte Mal) unterwegs. Für die ersten drei Nächte hatten wir einen Stellplatz auf dem TCS Camping in Gampelen am Neuenburgersee gebucht. Ein grosser Campingplatz mit sehr guter Infrastruktur. Wir waren erstaunt, wie voll der Platz in der Vorsaison bereits war. Da wir das Wohnmobil fest am Stellplatz liessen, sind wir stattdessen mit unseren Fahrrädern und dem öffentlichen Verkehr unterwegs gewesen. An einem Tag hatten wir sogar die Möglichkeit direkt auf dem Campingplatz ein Elektroauto für einen Tag zu mieten und so ging es für uns auf grosse Fahrt. Wir starteten vom Campingplatz in Richtung Neuenburg und fuhren bis nach Yverdon-les-Bains, welches mit tollen Stränden am See lockt. Leider war es jedoch etwas zu kühl zum Baden und so zog es uns weiter in Richtung Berner Seeland. Ein Zwischenstopp zum Zmittag in Murten mit seiner wundervollen Altstadt und dann ging es weiter nach Aarberg, welches ebenfalls mit einer herzigen Altstadt lockt. Unser Elektroauto hätte uns noch ein paar Kilometer weiter gefahren, doch uns zog es am späten Nachmittag via Bielersee wieder zurück zum Camping. Hier genossen wir noch das schöne Wetter und den Campingplatz bevor es für uns weiter in Richtung Berner Oberland ging.


Auf dem Weg vom Neuenburgersee an den Brienzersee durfte natürlich ein Stopp im Papillorama in Kerzers nicht fehlen. War ich doch das letzte Mal vor über zehn Jahren, kurz nach der Eröffnung, hier. Es hatte sich einiges getan seit meinem letzten Besuch, viele neue Bereiche sind entstanden und man kann hier gut einen halben bis ganzen Tag verbringen. Für uns ging es nach dem Mittag aber weiter in Richtung Brienzersee. Hier hatten wir für vier Nächte den TCS Gamping in Bönigen gebucht. Dieser ist deutlich kleiner als derjenige in Gampelen, aber dennoch toll ausgestattet und direkt am See. Am Tor zum Berner Oberland standen natürlich auch hier verschiedene Ausflüge an. Mit dem Fahrrad waren wir in knapp zehn Minuten in Interlaken, von wo aus es uns zuerst auf den Niesen zog. Die Fahrt rauf auf den Berg war begrenzt und wir erhielten eine zugeteilte Fahrtzeit, damit die Bahn nicht überfüllt wurde (wir waren noch vor der Maskenpflicht dort). Oben angekommen waren wir genau zeitig auf das Mittagessen und so genossen wir einen wunderbaren Ausblick vom Restaurant aus. Leider zogen am frühen Nachmittag dann die Wolken auf, wir hatten aber Glück und konnten noch den wunderbaren Ausblick geniessen. Wieder zu der zugeteilten Zeit ging es anschliessend mit der Standseilbahn zurück ins Tal.

Ein weiterer Ausflug zog uns bei bestem Wetter dann noch auf das Schilthorn – Piz Gloria, bekannt auch aus einem James Bond Film. Wir genossen eine tolle Rundfahrt. Von Interlaken ging es per Bahn bis nach Lauterbrunnen, von wo aus wir mit einem kleinen Bähnli weiter zur Grütschalp fuhren. Dort stiegen wir auf die Gondelbahn bis zur Mittelstation Birg um. Hier bereits ein erstes Erlebnis, ein wunderbarer Ausblick auf die Bergwelt des Berner Oberlands. Und für alle schwindelfreien gibt es den Skyline und Thrill Walk entlang des Felsens mit unglaublicher Aussicht. Weiter ging es ebenfalls per Gondelbahn bis zur Bergstation Piz Gloria. Hier gibt es eine ganze Erlebniswelt rund um den James Bond Film. Ein Highlight ist natürlich auch das Restaurant, welches sich einmal um die ganze Achse dreht (in der Hauptsaison ist eine Reservation sehr empfohlen). Als dann die ersten Wolken kamen zog es uns wieder ins Tal hinunter dieses Mal via Mürren und Gimmelwald bis nach Stechelberg. Dort erwartete uns bereits das Postauto zurück nach Lauterbrunnen.

Die restlichen Tage verbrachten wir am See und genossen das tolle Wetter.


Trotz der anfänglichen Enttäuschung wegen den abgesagten Kanada-Ferien, waren es wunderbare vier Wochen und wir haben es so richtig genossen. Möchten auch Sie Ihre Ferien lieber in der Schweiz statt im Ausland verbringen? Gerne stehe ich Ihnen für eine Beratung und Buchung zur Verfügung. Ich freue mich auf Ihre Anfrage.


Ursina Conrad – Juni/Juli 2020

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