Island – Land aus Feuer und Eis, 12 Tage Road Trip durch den Südwesten

Wir haben uns unseren Traum, Island zu bereisen, im Corona-Jahr 2020 erfüllt.

Noch im Flughafengebäude erwartet uns nach der Ankunft der Covid-19-Test mit Checks im Rachen und in der Nase. Das Resultat erhielten wir am selben Abend per SMS, negativ!

Bei Europcar erhalten wir noch ein Upgrade und fahren nun mit unserem 4x4-Fahrzeug der Südküste entlang in Richtung Hella nach Pykkvibaer. Dies ist das älteste Bauerndorf Islands und dort befindet sich auch unser hübsches B&B Hotel Vos. Gyda führt das Haus mit viel Liebe. Draussen riechts nach frisch gemähtem Gras und man hört die Vögel pfeifen.

Am nächsten Tag besuchen wir den "Seljalandsfoss", einen 66 Meter langen Wasserfall, welcher als der schönste von ganz Island gilt. Danach besichtigen wir noch den "Skógafoss", welcher sehr breit über die Klippen fällt.

Am Tag danach geht's zum "Kap Dyrhólaey", wo die Papageitaucher in den Felsmauern nisten. Wir fahren weiter nach Vik, dem südlichsten Ort von Island mit einem schwarzen Strand. Der Wind bläst uns hier kräftig um die Ohren. Aber dieser kann uns nichts anhaben, wir sind dick eingepackt in unsere Winterjacken! Es ist kühl aber sonnig. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 8° und 14°C. Allerdings ist das Wetter auch als sehr launisch bekannt. Zu jeder Jahreszeit kann man innerhalb eines Tages den verschiedensten Witterungen ausgesetzt sein. Wir kehren in unser Hotel zurück, denn morgen steht eine längere Fahrt nach Höfn auf dem Programm.

Wir fahren auf der Ringstrasse Nr. 1 zuerst durch die Sandebene Myrdalssandur und danach durch das von Moos überwachsene Lavafeld Eldhraun bis nach Kirkjubaejarklaustur. Weiter geht es über die Hochebene Brunahraun zum Nationalpark Skaftafell. Vorbei an den gewaltigen Ausläufern des Vatnajökull-Gletschers erwartet uns verlassenes Ödland. Das Fosshotel Vatnajökull befindet sich 12 km vor Höfn, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen. Auch hier erwartet uns ein Upgrade für ein Zimmer mit Gletschersicht, da wir länger auf unser Zimmer warten mussten.

Am nächsten Tag fahren wir zur Gletscherlagune Jökulsarlon. Die weiss-blau schimmernden Eisberge sind faszinierend. Sie schwimmen im Wasser und treiben ins Meer. Wir sehen auch Robben im Wasser spielen. Von der langen Fahrt vom Vortag sind wir etwas müde und fahren zum ausruhen zurück ins Hotel. Am Abend besuchen wir Höfn und geniessen das sonnige Wetter. Das direkt am Hafen gelegene Restaurant Pakkhus, in einem ehemaligen Lagerhaus gelegen, ist der ideale Ort, um sich mit lokalen Spezialitäten verwöhnen zu lassen. Mmmh, ein Genuss!

Am nächsten Tag heisst es schon wieder weiterreisen. Unterwegs schalten wir am Skaftafell Nationalpark einen Halt ein und wandern zum Svartifoss Wasserfall hoch. Seinen Namen erhielt der Wasserfall von den schwarzen Basaltfelsen auf beiden Seiten, die Orgelpfeifen gleichen. Am Wegrand siedelten sich Moorpflanzen und Heidegewächse an. Der Park liegt am Fuss des mächtigen Vatnajökull Gletschers.

Die nächste Nacht verbringen wir im Designhotel Umi bei Hvolsvöllur. Unser Lieblingshotel auf der Reise. Wir haben wunderbar gegessen und die Bar ist sehr schön, mit speziellen Lampen, eingerichtet. Speziell ist auch, dass man in diesem Hotel sowohl den Sonnenaufgang wie auch den Sonnenuntergang vom Zimmer aus sehen kann.

Am nächsten Tag stand "The Golden Circle" auf dem Programm! Wir fahren zuerst zum Geysirfeld. Die geothermischen Felder von Geysir beherbergen eine Vielzahl an heissen Quellen und blubbernden Pools. Die Farben variieren aufgrund der mineralischen Zusammensetzung von türkisblau bis zu rot. Den speziellen Schwefelgeschmack riechen wir schon von Weitem. Wir staunen – der Strokkur speit alle fünf Minuten bis zu 25 Meter hohe Wasser-Fontänen in die Luft. Das Wasser strömt hier 100°C heiss aus dem Boden! Wir machen noch einen Abstecher zum Gullfoss Wasserfall und schalten dort eine kleine Pause ein. Auf der Weiterfahrt besichtigen wir den Kerid Vulkankrater mit dem Kratersee. Es windet gigantisch und wir fahren weiter Richtung Thingvellir Nationalpark nach Husafell. Das letzte Stück war recht abenteuerlich. Fuhren wir doch etwa eine Stunde lang über eine Schotterpiste am Fusse des Langjökull. Wir nächtigen im Hotel Husafell und geniessen wiederum ein vorzügliches Nachtessen mit super Service!

Während der Fahrt zur Halbinsel Snaefellsnes schalten wir unterwegs einen Halt ein und entdecken Seehunde am Strand, welche sich gekonnt in Pose werfen. Es gibt dort traumhafte Sandstrände und grandiose Küstenabschnitte mit Aussicht aufs Meer. In Olafsvik entdecken wir in der Bucht zwei Orkas!

Die nächsten beiden Nächte verbringen wir im Fosshotel Stykkisholmur, welches eine tolle Aussicht auf das Dorf, den Hafen und das Meer bietet.

Ein weiterer Höhepunkt war die Walsafari ab Olafsvik mit Laki Tours. Obwohl wir alle Wetter auf dem Boot erlebten, sahen wir vier verschiedene Arten von Walen. Mehr als 30 Zwergwale, einige Buckelwale, Weissstreifendelfine sowie 50 Grindwale. Es war ein fantastischer Ausflug! Dank dem grossen Vorkommen an Plankton und Fischen sahen wir sehr viele Tiere.

Nun blieben uns nur noch drei Nächte, welche wir in Reykjavik im Hotel Skuggi verbrachten. Es liegt zentral und nicht weit von der Fussgängerzone und der Ladenstrasse Laugavegur entfernt. Das Konzert- und Konferenzhaus "Harpa" gilt als architektonische Attraktion aus Stahl und Glas und ist das Wahrzeichen der Stadt.

In Reykjavik gibt es noch weitere spannende Attraktionen. Gerne gebe ich Ihnen diese als Tipps mit, wenn Sie sich für eine Island-Buchung bei mir melden! Ich freue mich auf Ihre Anfrage.

Übrigens: Die Flüge waren überraschenderweise sehr gut besetzt. Bei den Ausflügen waren es bestimmt weniger Gäste als in früheren Jahren.

 

Susanne Hutmacher – Juli 2020

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