Sommerferien mit der Familie – Rundreise Peloponnes

Schon früh gebucht und lange darauf vorbereitet und gefreut, wurden auch unsere Reisepläne diesen Sommer etwas durcheinandergebracht. Zwei der reservierten Hotels waren zur gebuchten Zeit noch geschlossen, so mussten wir unsere Reiseroute kurzfristig anpassen und konnten leider keine der vorgelagerten Inseln besuchen.


Nun aber von Anfang an... Mit dem Zug und Maske tragend erreichten wir den Flughafen Zürich, Terminal 3 geschlossen, Anzeigetafel auf einem Minimum an Flügen, so etwas habe ich in meiner ganzen Karriere noch nie gesehen. Auch im Terminal 1 gab es keine grössere Warteschlange und auch hier galt Maskenpflicht. Bei nicht tragen wird man höflich darauf hingewiesen. Für Griechenland ist es derzeit unabdingbar sich 48 Stunden vor Abflug online zu registrieren. Um Mitternacht vor Abflug erhält man eine Bestätigung und einen entsprechenden QR Code, welchen man unbedingt gedruckt oder auf seinem Smartphone am Flughafen vorweisen muss (sonst endet die Reise bereits in Zürich).


Der Flug mit Edelweiss verlief eigentlich wie immer, ganz entspannt, die Crew lächelnd auch durch die Maske. Das mitgebrachte Sandwich aus unserer Lieblingsbäckerei am Flughafen Zürich war perfekt, denn es gibt, wenn überhaupt, nur noch ein kleines Brötchen und Getränke an Bord (zusätzlich bestellen kann man eigentlich nur alkoholische Getränke). Angekommen in Kalamata wurde erneut der QR Code geprüft und per Zufallsprinzip kann man zu einem Corona-Test auf eigene Kosten aufgefordert werden. Anschliessend muss man sich bis zum Ergebnis des Tests im Hotelzimmer aufhalten. Bei uns wurde zum Glück niemand zum Test aufgefordert.


Endlich konnte unsere Reise losgehen. Mit einem Mietwagen erkundigten wir als erstes gleich mal die Badestrände rund um Kalamata, sind wir doch richtige Meer-Fans und freuten und endlich wieder Sand zwischen den Zehen zu fühlen und Salz an den Lippen zu schmecken. Kalamata erlebten wir ruhig, am Wochenende kamen einige griechische Touristen und Einheimische dazu aber überfüllt war es im Hotel und am Strand eigentlich nie.

Unsere Reise ging nach drei Tagen weiter in Richtung Monemvasia, eine überraschende, historische Stadt, herrlich und verborgen – das muss man gesehen haben! Unser Hotel in den nahe gelegenen Hügeln war ebenfalls ein Hit. Es hat eine lange Geschichte, Traditionen werden hier gelebt und auch den Besuchern nähergebracht. Wohnen in einzigartigen, mit Liebe zum Detail eingerichteten Zimmern, ein Frühstücksbuffet mit (fast) nur hausgemachten Spezialitäten, ein duftender Garten der alle Sinne anregt, einfach herrlich und entspannend. Weiter ging es nach Gythio, einem typischen griechischen Hafenstädtchen. Hier suchten wir verschiedene Strände auf, genossen das klare Wasser beim Baden und die einfachen Tavernen mit Meeres-Leckereien direkt am Strand. Weitere Übernachtungen hatten wir in Nafplio und Spetses geplant. Nafplio besuchten wir auf der Durchreise (hier würde ich aber ein bis zwei Nächte empfehlen, es lohnt sich!) und Spetses mussten wir leider, wegen dem geschlossenen Hotel, von unserer Reiseroute streichen.

Auf unserer Weiterreise nach Athen machten wir einen kurzen Halt am Kanal von Korinth (sollte man nicht verpassen). Und obwohl sehr wenig Schiffsverkehr auf dem Kanal herrschte, hatten wir Glück und konnten noch einen Blick auf ein ausfahrendes Schiff erhaschen. Dass das gebuchte Hotel in Athen in einer so engen Gasse liegt, hatte ich nicht genügend recherchiert. Es entpuppte sich aber trotzdem als idealer Standort für die Stadtbesichtigungen. Mein Mann war angesichts der Strassensituation dann doch leicht gestresst und ich denke sehr glücklich als er das Auto dann endlich auf einem nahe gelegenen sehr griechischen Parkplatz (mit eigenem Parksystem) abstellen konnte. Die Stadt erlebten wir tagsüber ebenfalls eher ruhig. Auf der Akropolis waren gefühlt 100 Leute mit uns, am Kassenhäuschen kein Anstehen, wirklich traumhaft. Am Abend verwandelte sich die Stadt dann aber doch in einen grossen Rummelplatz. Je nach Stadtviertel lohnt es sich da etwas Vorsicht walten zu lassen oder sich in ein anderes Gebiet zurück zu ziehen. Die Griechen sind ein geselliges Volk und wollen nach den doch fast drei Monaten Ausnahmezustand wieder raus an die frische Luft. Das hört und fühlt man. Viele Hotels, ganze Ladenpassagen sind geschlossen, dies aber nicht nur wegen Corona, das Land ist immer noch geprägt von der Wirtschaftskrise 2008.


Zu den Hotels noch ein paar Worte: Jedes Hotel hat so seine eigene Philosophie mit der Situation umzugehen. Die einen messen Fieber gleich bei der Ankunft, andere halten Abstandsregeln mittels Markierungen strikte ein. Beim Frühstück gibt es ebenfalls verschiedene Konzepte. Während die einen ein Frühstücksmenü anbieten und das Frühstück direkt am Tisch servieren (welch Luxus, an den man sich gewöhnen könnte), setzen andere auf herkömmliche Buffets oder Frühstücks-Pakete (was eher enttäuscht).


Am Flughafen Athen war das Bild ähnlich wie in Zürich. An der Anzeigetafel waren vor allem innergriechische und ein paar wenige internationale Flüge ersichtlich und ganze Hallen waren leer. Am Check-In und bei der Passkontrolle verlief eigentlich alles wie immer. Einziger Wehrmutstropfen kein "Steiner Beck"-Sandwich am Flughafen Athen und auf dem kurzen Swiss-Flug gab es nur Getränke!


Unsere Reise war in allen Belangen perfekt. Das Wetter, die Stimmung, die Dauer, das abwechslungsreiche Programm, einfach ideal und nur zu empfehlen. Ob in diesen Zeiten oder in Zukunft – Griechenland ist eine Reise wert!


Möchten auch Sie eine Reise auf den Peloponnes oder nach Athen unternehmen? Kontaktieren Sie mich! Gerne kann ich Ihnen ein ideales Reiseprogramm nach Ihren Wünschen zusammenstellen!


Lena Kroll – Juli 2020

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